Google Wave
Second Life trifft Real Life..... Es ist noch nicht allzu lange her, dass die virtuelle Onlinewelt von „Second Life“ massenhaft durch Alter Egos von Menschen aus aller Welt besiedelt wurde. Inzwischen ist diese Welt wieder verlassen und man trifft einander stattdessen auf Facebook. Doch egal, auf welchen Servern sich das zweite Leben abspielt, es ist im Internetzeitalter einfach nicht mehr wegzudenken und so setzen inzwischen auch alle großen Hersteller auf die Online Community. Zur Zeit scharren vor allem zwei Global Player in den Startlöchern im Rennen um die meisten Web 2.0 Anteile: Microsoft mit seinen neuen Features in Office 2010 und Google mit seinen „Waves“. Beide sind zwar noch im Beta-Stadium, aber weit genug, um einen ersten Eindruck zu vermitteln.
Web 2.0: Die ersten Schritte
Selbstverständlich ist die Idee der komplexeren Internetnutzung nicht neu. Weit vor Ende des vorigen Jahrhunderts (Ende der 80er Jahre) begann die Echtzeit-Kommunikation mit der Verbreitung der so genannte IRC Channels (Internet Relay Chat). Damit wurde der sofortige Austausch von Nachrichten realisiert und in weiterer Folge konnten sogar Daten übertragen werden. Eine größere Verbreitung fand diese Methode unter anderem vor allem durch Computerspiele, bei denen sich die Teams, die gegeneinander über das Internet spielten, untereinander ständig absprechen konnten (Quakenet etc.).
Im nächsten Schritt folgten dank leistungsstärkerer PCs und der größeren Verbreitung von Breitbandverbindungen erste virtuelle Welten, die nicht viel mehr waren als Chatrooms mit einer grafischen Oberfläche, in der sich eine (Spiel-)Figur, die den Benutzer repräsentierte (= Avatar), bewegen konnte. Dies endete letztendlich nach vielen eher erfolglosen Versuchen in diese Richtung mit „Second Life“, einem Mix aus 3D-Chat und interaktiven Rollenspiel.
Doch auch im Anwendungsbereich „träumte“ nicht nur Bill Gates bereits vor Jahren vom virtuellen Office, in dem die Applikationen auf dem Server liegen und man sich am Desktop-PC nur einloggt. Und jetzt scheint es so weit zu sein: Facebook macht die Möglichkeiten des „neuen“ Internet auch sonst eher unbedarften Anwendern einfach zugänglich, die Netbooks sind im Vormarsch und beim gleichzeitigen Bearbeiten von Dokumenten über den Webbrowser stehen Google und Microsoft an vorderster Front bereit, den User in die schöne neue( Arbeits-)Welt zu führen.
